Ist Milch doch nicht so gesund, wie es immer heißt?

Aus der medizinischen Lehre der letzten Jahrzehnte und aus der Werbung wissen wir, dass Kuhmilch ein gesundes Nahrungsmittel sein soll.

Diese „Erkenntnis“ hat sich in den letzten Jahren jedoch grundlegend geändert, denn eine Beteiligung von Milchprodukten z.B. bei der Krebsentstehung lässt sich heute nicht mehr wegdiskutieren!

Milch als Mitverursacher von Krebs?

Ein wichtiger Faktor für die Krebsentstehung wird in dem in der Milch enthaltenen Wachstumshormon IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1) gesehen. Dieser ist natürlich für ein Kalb, das sein Körpergewicht innerhalb der ersten 50 Tage verdoppeln soll sehr sinnvoll.

Für den Menschen jedoch, der als einziges Säugetier meint, die Milch eines anderen Säugetieres trinken zu müssen, wird der Verzehr von Kuhmilch mit zunehmendem Alter immer problematischer.

Denn man weiß, dass IGF-1 die Teilungsgeschwindigkeit von Zellen erhöht und das Absterben (Apoptose) von alten Zellen behindert, was natürlich Beides sowohl für gesunde Körperzellen wie auch für Krebszellen gilt, und somit die Krebsentstehung fördern kann. So liegen heute eindeutige Studien vor, die den Zusammenhang des Milchkonsums mit der Entstehung von Prostatakrebs bei Männern und Brust- und Eierstockkrebs bei Frauen belegen. Diese hormonabhängigen Krebsarten werden zudem durch die in Milchprodukten reichlich vorhandenen Hormone weiter im Wachstum befeuert.

Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die modernen „Turbo-Milchkühe“ üblicherweise schon kurz nach Beginn der Melkperiode wieder trächtig sind und große Mengen an Östrogen und Progesteron in die Milch abgeben.

 

Hinzu kommen die in der Kuhmilch hochdosiert vorhandenen wachstumsfördernden Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Zusammen mit IGF-1 und durch Milch überdimensional ausgeschüttetes Insulin wird in der Zelle der Zentralschalter des Wachstums, das Enzym „mTORC1“ (mammalian target of rapamycin complex 1) überstimuliert. Dies führt zur Aktivierung von Zellwachstum und Zellteilung und somit zu einer anabolen Stoffwechsellage.

Kommt es durch täglichen Milchkonsum zu einer dauerhaft überhöhten Signalübertragung im mTORC1–System, dann erhöht sich das Risiko der Entstehung mTORC1–getriebener Erkrankungen wie Übergewicht, Diabetes und Krebs. Deshalb steht der mTORC1–Signalweg mittlerweile im Fokus der Krebsforschung.

(Prof. Melnik, Gute Internet-Recherche: www.milchlos.de, oder „Die Milch-Lüge" auf Youtube)

Kuhmilch-Allergie? Nicht unwahrscheinlich...

Milch ist nicht nur Krebs fördernd, sondern hat auch erhebliche Wirkungen auf das menschliche Immunsystem. So gibt es eindeutige, statistisch belegte Zusammenhänge des zunehmenden Milchkonsums mit dem vermehrten Auftreten von Diabetes mellitus Typ 1 und Akne (IGF-1 stimuliert die Fettproduktion in Talgdrüsen) bei Jugendlichen, Autoimmunerkrankungen, neurologischen Erkrankungen wie Multiple Sklerose und Morbus Alzheimer, koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt, sogar Osteoporose und Allergien.

So gilt Kuhmilch heute als das häufigste Allergen überhaupt!

Eine Milchallergie ist eine fehlerhafte immunologische Reaktion des Körpers auf die verschiedenen Kuhmilch-Eiweiße wie Laktalbumin, Laktoglobulin oder Kasein. Eine Allergie gegen Eiweiße in Schafs – oder Ziegenmilch sind weitaus weniger häufig.

Die Ursachen dieser häufigen Allergie sind wenig erforscht, könnten aber in dem exzessiven Milch-Konsum in unserer Gesellschaft (jährlicher Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland ca. 50kg), der frühen Gabe schon im Säuglingsalter bei noch unausgereifter Darmflora oder auch in der Verwendung als Muttermilchersatz in der für Kinder psychisch labilen Phase des Abstillens zu sehen sein.

Problematisch wird auch die in der modernen Milchwirtschaft übliche Vermischung der Milch von Hunderten und Tausenden von Kühen gesehen mit anschließender Homogenisierung und Pasteurisierung. Die Homogenisierung führt durch Zerschlagung der Milchmoleküle in Kleinstpartikel zu einer einfacheren und schnelleren Aufnahme in den Blutstrom. Die Pasteurisierung führt durch kurzzeitige Erhitzung zu einer Denaturierung die Milcheiweiße.

Dieser denaturierte Eiweißcocktail überfordert zunehmend menschliche Immunsysteme. Hinzu kommt eine von Prof. Keith Woodford 2011 thematisierte Mutation, durch welche die meisten europäischen Kühe heute nicht mehr das ursprüngliche A2-beta-Casein, sondern A1-beta-Casein erzeugen. Das Abbauprodukt „BCM-7“ gilt als potenter Histaminfreisetzer und verstärkt die proallergische Wirkung der Milch noch weiter!

Zumindest hilfreich bei Osteoporose?

Millionen von Menschen v.a. im asiatischen Raum nehmen nur selten oder nie Milch und Milchprodukte zu sich und erleiden keinerlei Mangelerkrankungen. So ist sogar trotz des hohen Calciumkonsums die Osteoporose in westlichen Ländern weiter verbreitet als in Asien!?

So enthält die Milch zwar Calcium, aber durch den hohen Konsum weiterer Säure- bildender tierischer Eiweiße ist die Calciumausscheidung sogar erhöht! So konnte wissenschaftlich definitiv kein Osteoporose-schützender Effekt für Milchprodukte gefunden werden (Lanou 2009).

Ganz im Gegensatz zur immer noch gängigen schulmedizinischen Praxis stellte sich eine hohe Calciumaufnahme (> 1400 mg/Tag) sogar als schädlich heraus, mit einer Verdopplung des Risikos an einem Herzinfarkt zu sterben, einem deutlich erhöhten Risiko an Nierensteinen zu erkranken und sogar mit einer erhöhten Gesamtmortalität.

Hier muss die schulmedizinische Verordnung von Calcium bei Osteoporose-Patienten über Monate und Jahre hinweg mehr als kritisch hinterfragt werden.

Sollten Bedenken bei Kindern bestehen nicht genügend Calcium aufzunehmen, kann eine durch Milchverzicht verminderte Calciumaufnahme durch vermehrten Konsum von z.B. Brokkoli, Grünkohl, Spinat, Soja, Sesam, Schafs- und Ziegenkäse, Sardinen sowie calciumhaltigen Mineralwasser sehr leicht ausgeglichen werden!

Nahrungsergänzung

Insbesondere bei Kindern sorgt der Milchkonsum für ein weiteres sehr verbreitetes Problem.

Kuhmilch begünstigt den sog. „Lymphatismus“ (= chronisch geschwollene Mandeln und Polypen sowie Halslymphknoten) mit einhergehender hartnäckiger Verschleimung von Rachen und Nasennebenhöhlen, sowie eine oft hinzukommende Infektanfälligkeit.

Die Kinder haben über Wochen und Monate hinweg eine verstopfte Nase oder einen verschleimten Hals mit Husten. Nach 4- bis 6- wöchiger Milch-freier Diät sind die Atemwege meist frei! In der traditionellen chinesischen Medizin weiß man seit über 2000 Jahren: „Milch verschleimt“! Häufig findet sich auch eine durch den verschlechterten Lymphabfluss bedingte Wassereinlagerung, die evtl. vorhandenes Übergewicht noch verstärkt. So verlieren die meisten Menschen an Gewicht, wenn Sie auf Milchprodukte verzichten.  

Gibt es Alternativen? JA!

Abgesehen von dem evtl. guten Geschmack, gibt es aus heutiger Sicht keinen einzigen vernünftigen Grund Kuhmilchprodukte zu verzehren!

Nicht nur bei einer Milchallergie, sondern generell v.a. im höheren Lebensalter sollten Sie Milch und Kuhmilchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse nur selten zu sich nehmen.

Milch wird zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt, zum Beispiel als Bindemittel in Fertigprodukten, zur Aufwertung des Eiweißgehaltes in Fleischerzeugnissen, als Flüssigkeitszugabe in Kuchen, Brot und Gebäck und natürlich in vielen Süßigkeiten wie Eis und Schokolade!

Hinweise auf Milchprotein liefern Begriffe wie Molkenprotein, Milchpulver, Süßmolke, Sauermolke, Kasein oder Kaseinate. Bei Schokolade kann auf gesündere, hochprozentige Produkte (Kakaoanteil über 80%) ausgewichen werden, da hier meist keine Milch mehr Verwendung findet. Bitte studieren Sie immer die Zutatenliste oder Inhaltsstoffe!

Als Alternativen für tierische Milcherzeugnisse sind beispielsweise Reis-, Hafer-, Dinkel-, Hanf-, Mandel- und mit Einschränkung Sojamilch (nur Gentechnik-frei) zu nennen.

Zu Butter und Sahne gibt es verschiedene Meinungen. Bei starker Milcheiweißallergie gilt es diese Produkte ebenfalls zu meiden, ansonsten sind kleine Mengen erlaubt, da der Milcheiweißgehalt hier sehr gering ist, und in der Regel keine großen Mengen konsumiert werden.