Weizenallergie? Es gibt gute Alternativen!

Die Allergie gegen Weizen gehört mit zu den häufigsten Nahrungsmittelallergien des Menschen und ist nicht mit der Unverträglichkeit gegen Gluten zu verwechseln.

Bei der Weizenallergie werden die anderen Getreidesorten wie Hafer, Gerste, Dinkel und Roggen vertragen und dürfen konsumiert werden.

Warum gerade Weizen so häufig nicht vertragen wird, könnte an genetischer Manipulation des Korns, Überzüchtung, extremer Intensivierung des Anbaus und zu starkem einseitigem Getreidekonsum liegen.

 

Kann auf eine Weizenallergie getestet werden?

Leider gibt es keine zu 100% sicher aussagekräftigen Tests. Alle Tests wie z.B. IgG4-, IgE-, LTT- oder Epicutan-Tests untersuchen immer nur einen kleinen Teilbereich des Immunsystems. Die Gesamtheit unseres Immunsystems lässt sich nicht in einem Test erfassen, und so kann bei Testergebnissen mit der Einteilung in Rastklassen nur von Wahrscheinlichkeiten gesprochen werden. Als entscheidendes diagnostisches Kriterium bleibt somit nur das Meiden des Allergens und die damit einhergehende Verbesserung der individuellen Symptomatik bestehen.

Der Verzicht auf Weizen in jeglicher Form geht mit einer erheblichen Umstellung der Ernährungsgewohnheiten einher. Auf folgende Nahrungsmittel sollte verzichtet werden:

Nahrungsergänzung
  • Getreideprodukte aus Weizenmehl wie Brot, Kuchen, Süßes und herzhaftes Gebäck, Pfannkuchen, Backerbsen, Zwieback, Teigwaren und Nudeln. Auch Sojanudeln oder Hirseteigwaren und v.a. Pommes Frites können noch einen Weizenanteil enthalten.
  • Weizenkeimlinge, Weizenflocken, Getreidemahlprodukte wie Grieß, Kleie, Schrot.
  • Süßspeisen und Süßigkeiten wie Puddingpulver, Joghurt mit Kleie, Dampfnudeln, Bonbons, Kaugummi, Schokoladenriegel mit Kecks.
  • Weizenbier, Fertigsuppen und Soßen, Soßenbinder, Speisen- und Suppenwürze, Backpulver. Auch in Sojasoße ist meist Weizen enthalten!
  • Diätetische Produkte, Weizenkleber dient hier zur Eiweißanreicherung!

ALTERNATIVEN

Für Brot und Backwaren:

  • Reine Hafer-, Roggen-, Dinkel- oder Buchweizen-Produkte, Johannisbrotkernmehl, Kastanien-/ Maronenmehl, Maismehl oder Reismehl. (Keine Mischbrote ! weil meist mit Weizen! Bitte beim Bäcker nachfragen !)
  • Zu Hause lässt sich am leichtesten von Weizenmehl auf Dinkelmehl umstellen ohne große Geschmacksveränderung, am Besten als biologisches Vollkornmehl, aber auch Dinkelmehl mit der Typenzahl 630 wäre für den Umstieg geeignet.

Für Teigwaren:

  • Am einfachsten fällt der Umstieg auf Dinkelnudeln, die mittlerweile überall leicht erhältlich sind. Auch der Umstieg auf Glasnudeln aus Reis, Soja-, Kamut- oder Buchweizen-Nudeln ist möglich.